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Zecheln

ARBEITSPLATZ ALM

Im gebirgigen Gosautal konnten Bauernhöfe wie das hier gelegene Gehöft Zecheln nur durch die Almwirtschaft überleben. Vermutlich ließ sich das Vieh die kräftigen Kräuter auf den Bergen schon im klimatisch milden Frühmittelalter schmecken. Die Senner "sichelten" jedes Grasbüschel, schleppten das Heu im Grastuch zur Almhütte und verarbeiteten die Milch zu Butter oder "Schotten" (Käse). Die Zahl der aufgetriebenen Tiere und die Weidezeiten waren für jede "bestoßene" Alm genau geregelt. Nach einer "Almbeschreibung" bestanden im Jahre 1794 rund um das Gosautal 44 Almen mit 185 Almgebäuden. 89 Bauern besaßen damals das Weiderecht für insgesamt 1151 Rinder, 90 Pferde.

Der Holzverbrauch der Salinen verschärfte im 18. Jahrhundert den Kampf zwischen Almbauern und Grundherrschaft. Besonders das "waldschädliche Geißvieh" verbiß die Jungbäume, und so drängte die Hofkammer die Waldweide immer mehr zurück. Außerdem mußte das Almvieh aufgrund der strengen Jagdzeiten im Herbst schon früh ins Tal getrieben werden. Heute bimmeln die Glocken glücklicher Kühe u.a. noch auf der Plankensteinalm, auf der Iglmoosalm, auf der Klack- oder Seeklausalm am Vorderen Gosausee oder auf der Zwieselalm.

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