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Beim Schichtler

ÜBER ALLE GRENZEN

Der hier befindliche Schichtlerhof gehört zu den wenigen Bauernhöfen in Gosau, die noch aus Holz bestehen.
Um das "grüne Gold" gab es zwischen den Bauern und der Grundherrschaft immer wieder Auseinandersetzungen: Die Obrigkeit war vor allem am Brennholz aus den Wäldern (und an der Jagd) interessiert, während die von ihr abhängigen Bauern Weiden für die Viehwirtschaft benötigten.

Die Grenzen der Gosau waren zunächst sehr umstritten: Die westliche Talseite gehörte bis zur Hirschfurt (der Mündung des Brielgrabens) zu Salzburg, die Ostliche zu Osterreich. Nach einer Urkunde von 1231 besaß sogar die Steiermark einen Teil des Tales. Im blutigen "Salzkrieg" (1291 bis 1297) fiel der Salzburger Erzbischof Konrad mit 100 Reitern und 2000 Mann Fußvolk- darunter vielen Knappen vom "Konkurrenz-Bergwerk" in Hallein - im Gosautal ein.

Er zerstörte zwar die beiden Gosauer Sudwerke, verlor aber seine Gebietsansprüche an den halbblinden Habsburgerherzog Albrecht I., der schließlich - gegen eine beträchtliche Geldsumme - auf das Salzsieden verzichtete. Seit dieser Zeit gehört die Gosau zum "Kammergut" - der genaue Grenzverlauf wurde aber erst 1565 festgelegt.

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