Das Tief, welches am Donnerstag vom Westen her Österreich überquerte, sorgte auch in Gosau für Vermurungen, die hier zum Glück nur für kleinere Schäden sorgten.
Die Freiwillige Feuerwehr Gosau war mit 22 Leuten und 3 Fahrzeugen während drei Stunden bis um Mitternacht im Einsatz.
Bericht und Fotos von Feuerwehrkommandant HBI Friedrich Posch
1. Haus Lichtenegger Karl und Anneliese, Vordertal 4824 Gosau 104, vulgo Schwaden.
Herr Lichtenegger meldete um 20:50, dass in Folge des starken Unwetters der kleine Bach sich verklaust hat und direkt auf sein Wohnhaus zu fließt.
Gemeinsam mit der Feuerwehr und seinen Söhnen wurde der Bach vom Haus abgeleitet und die Verklausung entfernt.
Um 22:40 ging an dieser Stelle eine Mure ab, die sich oberhalb der Forststrasse ablöste. Sie ging nur knapp am Haus vorbei. Der Sachschaden ist momentan noch gering. Der kleine Bach verläuft nun über das Feld.
Die Pommerwaldstrasse (Forststraße) ist an mehreren Stellen in Folge des Unwetters unpassierbar geworden ist. Im Bereich Jagerbauer wurde von der Feuerwehr ein verlegter Durchlass geöffnet, das Wasser war über die Forststraße direkt in den Stall geflossen.
2. Überflutung B166:
Im Bereich der Zufahrt zum Kulturzentrum trat der Riesenbach in Folge einer Verklausung aus und ist über die B166 bis zur Kreuzung und weiter Richtung Raiffeisenbank geflossen. Im Bereich der Kreuzung wurden Steine und Sand abgelagert.
Die Verklausung wurde von der Feuerwehr soweit beseitigt, dass es zu keiner weiteren Überflutung kommt.
3. Wohnhaus Pomberger Gottfried, Mittertal 519, 4824 Gosau, volgo Jaga Luk:
Über Telefon wurden wir von Hr. Pomberger verständigt, dass oberhalb seines Hauses sich der kleine Bach verklaust hat und auf sein Haus zu fließt.
Gemeinsam mit der Feuerwehr wurde der Bach, der auch erheblich Geröll und Schlamm mit führte, vom Haus auf das Feld abgeleitet.
Eine Rückführung in das ursprüngliche Bachbett war in der Nacht nicht möglich.
4. B166, Baderkreuz, Auffahrt zum Paß Gschütt:
Im Bereich Haus Gamsjäger, bzw. Mayer kam es zu einer Verklausung der Straßengräben. Hier ist es notwendig, dass die Gräben und Einläufe im gesamten Bereich gereinigt werden. Von der Feuerwehr wurden die Einläufe so weit frei gemacht, dass das Wasser wieder ablaufen konnte.
5. Wohnhaus Kaiser Christoph, Mittertal 89, 4824 Gosau, vulgo Schüttmannbad:
Oberhalb des Wohnhauses verklauste sich der Bach am Einlauf und ist mit Geröll und Lehm auf das Haus zu und die Nebengebäude über die Wiese geflossen.
Von der Feuerwehr wurde gemeinsam mit Hr. Kaiser der Einlauf frei gemacht, dass der Bach bei normaler Wasserführung wieder in die Verrohrung fließt.
6. Wehranlage Klaushof der Energie AG:
In Folge des Unwetters wurde sehr viel Holz, Bäume, Bretter, Äste usw. an der Staumauer angeschwemmt. Die Mitarbeiter der Energie AG wurden verständigt. Es bestand aber keine unmittelbare Gefahr bei der Wehranlage.