Mit einer halbstündigen Verspätung, bedingt durch die gesperrte B166 wegen eines Verkehrsunfalls, begann die konstituierende Gemeinderatsitzung im KUZ.
Hofrat Dr. Werner Aigner von der Bezirkshauptmannschaft Gmunden bedankte sich bei den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten (GR), dass sie dieses Amt annehmen und damit einen Beitrag zur Demokratie und zum Wohl der Gemeinde und der Bürgerinnen und Bürger in Gosau beitragen.
Durch die Wahlen vom 27. September änderte sich die Sitzverteilung im Gosauer Ortsparlament.
Die SPÖ verlor 2 GR, ÖVP und FPÖ bekamen einen GR dazu.
Die ÖVP verfehlte nur knapp, mit 7 Stimmen, das 9. Mandat.
Das OÖ Wahlgesetz bestimmt für die Berechnung der Anzahl der Gemeinderäte die Einwohnerzahl der Volkszählung 2001. Für Gosau sind somit 25 GR vorgesehen.
Wenn die Einwohnerzahl von Sept. 2009 herangezogen worden wäre, hätte Gosau nur noch Anspruch auf 19 GR.
Bürgermeister Gerhard Gamsjäger und Vizebürgermeister Mag. Rainer Posch wurden von Hofrat Dr. Aigner für die nächste Amtsperiode von 6 Jahren angelobt. Anschließend lobte der Bürgermeister die 25 GR, 15 SPÖ, 8 ÖVP, 2 FPÖ und die Ersatz-GR an.
Die ÖVP unter Fraktionsobmann Josef Schmaranzer wünschte sich einen zweiten Vizebürgermeister.
Herr Mag. Schiffbänker argumentierte unter anderem damit, dass in St. Wolfgang, ebenfalls mit 25 Gemeinderäten und 2800 Einwohnern, zwei Vizebürgermeister installiert sind.
Bürgermeister Gamsjäger antwortete, dass in den von der Einwohnerzahl her vergleichbaren Gemeinden mit ebenfalls 25 GR jedoch nur ein Vizebürgermeister zur Verfügung steht.
In geheimer Abstimmung wurde dieser Antrag mit 8 gegen 17 Stimmen abgelehnt.
Die Gemeindevorstände und Mitglieder für die 7 Fachausschüsse wurden in ihren Ämtern bestätigt.
Verdiente Gemeinderäte, die Ihr Amt zurücklegten, wurden vom Gosauer Bürgermeister geehrt: Josef Egger, Anton Nutz, Franz Rothauer, Johann Novak, Wilhelm Grill und Gottfried Koller.
Bürgermeister Gamsjäger bemerkte, dass es vor allem in kleinen Orten nicht selbstverständlich ist, sich für ein solches Amt zur Verfügung zu stellen. Denn der Lohn und der Dank aus der Bevölkerung sind oft bescheiden, da die Gemeindepolitiker auch unpopuläre Beschlüsse mittragen müssen.
Die erste Gemeinederatssitzung der neuen Legislaturperiode findet am Donnerstag 10. Dezember statt.